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01.12.2017

Der Garten im Dezember 2017

Tipp: Im Winter ist ausreichend Zeit, die Terrassen- oder Balkonpflanzung für das kommende Jahr zu planen. Die Frage ist: Ton- oder Plastikkübel? In Tongefäßen fühlen sich Pflanzen besonders wohl – denn die Töpfe sind atmungsaktiv. Allerdings zerbrechen sie schneller, die Erde trocknet rasch aus, und auch frostfest sind Tongefäße nicht immer. Und Plastiktöpfe? Sie sehen oft nicht ganz so romantisch aus, müssen aber weniger oft gegossen werden, sind preiswerter und fast unzerbrechlich.

Frostschaden am Stamm verhüten

Frostrisse und Frostplatten an Obstgehölzen treten in der Regel an der Stammsüdseite auf. Ursache sind hohe Spannungen in der Rinde bei extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Seit langem hilft dagegen der Kalkanstrich der Stämme und des Astgerüstes. Der Anstrich reflektiert die Strahlen der warmen Mittagssonne und wirkt so der Überdehnung der Rinde entgegen. Auch Schilfmatten leisten diesen Dienst, allerdings können sich Mäuse hinter den Manschetten einnisten und Fraßschäden verursachen.

Immergrüne Gehölze wässern

Im Dezember sollten an frostfreien Tagen die immergrünen Gehölze gewässert werden. Dies ist vor allem bei in Kübeln kultivierten Immergrünen notwendig. Gehölze verdunsten auch an Frosttagen Wasser über das Laub. Kommt dann kein Nachschub aus dem Boden, vertrocknen die Pflanzen. Werden sie dagegen regelmäßig gewässert, überstehen immergrüne Gehölze den Winter viel besser.

 

Weihnachtssterne pflegen

Der Weihnachtsstern gehört ins warme Zimmer. Seine roten, aber auch weißen, rosafarbenen und panaschierten Hochblätter sind von langer Dauer, doch an kühlen Standorten verliert er schnell all sein Laub. Weihnachtssterne möchten auch nicht allzu dunkel stehen, und die Luftfeuchtigkeit sollte nicht zu niedrig sein. In lufttrockenen Räumen muss daher öfter gegossen und genebelt werden. Ein Düngerguss alle 14 Tage versorgt die Pflanzen mit ausreichenden Nährstoffen für eine lange Blühdauer.

Ziersträucher schneiden

Ende Dezember kann mit dem Auslichten der Ziersträucher begonnen werden. Aber Achtung: Es darf sich nicht um Frühlings- oder Frühsommerblüher wie Forsythie, Weigelie, Zierkirsche oder Flieder handeln. Diese Gehölze legen ihre Blütenknospen nämlich schon im Vorjahr an: Man würde sich durch den Winterschnitt um die Blüte bringen. Solche Gehölze werden erst nach dem Abblühen im neuen Jahr ausgelichtet. Für alle andere gilt: Geschnitten wird den Winter über. Einzige Bedingung: Die Temperatur liegt über -5°C.

Aushang für den Schaukasten: 1712_gartentipp.pdf