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Der Garten im April

Ein Pollenbelag auf der Oberfläche des Gartenteiches ist im Frühjahr ganz normal. Der Polenflug der Frühjahrsblüher hinterlässt gelbbraune Schlieren auf der Teichoberfläche. Die Pollen sollten mit einem feinmaschigen Kescher regelmäßig abgefischt werden, um eine übermäßige Nährstoffanreicherung im Teichwasser zu vermeiden.

Möhren verfrühen
Um das Auflaufen und die Entwicklung von Möhren zu beschleunigen, ist ein Abdecken mit Folie von Vorteil. Im April herrschen oft noch ungünstige Witterungsbedingungen, die das Keimen der Möhren stark verzögern können. Darum kann ein Teil des Möhrenbeetes abgedeckt werden. Man spannt dazu perforierte Folie auf einen Holzrahmen. Die Abdeckung verbleibt auf dem Beet, bis die Pflanzen eine Wuchshöhe von 10 cm erreicht haben. Der durch die Abdeckung erzielte Entwicklungsvorsprung kann bis 14 Tage betragen. Noch günstiger sind Insektenschutzvliese, die bis kurz vor der Ernte auf dem Beet verbleiben können. Dadurch erreicht man neben der Ernteverfrühung auch noch einen perfekten Schutz vor dem Befall mit der Möhrenfliege.

Bohnenkraut säen
Das ein jährige Bohnenkraut stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Es gedeiht auf humusreichen, lockeren Böden am besten. Für ein kräftiges Aroma sollte auf eine vollsonnige Lage geachtet werden. Einjähriges Bohnenkraut sollte auch in günstigen Lagen erst in den letzten Apriltagen ausgesät werden, denn es ist frostempfindlich. Der Reihenabstand beträgt 20-25 cm. Es wird sehr dünn ausgesät und das Saatgut nur sacht festgedrückt, da Bohnenkraut zu den Lichtkeimern gehört. Die Aussaaten sollten bei Spätfrösten durch Vlies geschützt werden.



Schorfbekämpfung bei Apfel
Die Schorfbekämpfung bei Kernobst beginnt vor der Blüte. Mit dem Mausohrstadium (erste Blätter beginnen sich zu entfalten) kann der Schorfpilz mit seinen Sporen die Gehölze infizieren. Entscheidend ist es, diese Primärinfektion zu verhindern oder einzudämmen. Dies geschieht entweder auf natürliche Art im Herbst/Winter, indem das Falllaub der Obstbäume schnell und gründlich kompostiert wird oder durch Netzschwefelbehandlung der Knospen im Frühjahr. In schorfgefährdeten Lagen sollten schorfresistente Apfelsorten angepflanzt werden. Dazu gehören die Frühherbstsorten ‚Reglindis’, und ‚Retina’, die Spätherbstsorten ‚Rebella’ und ‚Reka’ sowie die tschechische Sorte ‚Topaz’. Teilweise verfügen diese Sorten über Mehrfachresistenzen, etwa auch gegen Mehltau und Feuerbrand.

Steinkraut – Genügsamer Dauerblüher
Einjähriges Steinkraut oder auch Duftsteinrich (Lobularia maritima) – das übrigens zu den Kohlgewächsen gehört – wird je nach Sorte 12 bis 30 cm hoch und ist eine der schönsten Sommerblumen für Einfassungen und Blütenteppiche mit intensivem Duft. Viel Sonne, nicht zu nährstoffreiche und mehr trockene Böden sagen dem Steinkraut am besten zu. Die Aussaat beginnt Mitte April. Nach der Keimung, die bei warmem Wetter bereits nach 8 Tagen beginnt, werden die Pflanzen verzogen, so dass nur alle 10 bis 15 cm ein Tuff steht. Bei Trockenheit muss in der Jungpflanzenphase durchdringend gewässert werden. Empfehlenswerte Sorten sind z. B. 'Schneeteppich' (weiß blühend) oder 'Königsteppich' (tiefviolett blühend).

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Gartentipp/April,
Download für den Schaukasten:1004_gartentipp.pdf


(Thomas Wagner, Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V.)